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Die 10. Österreichische Schimeisterschaft der Transplantierten und Dialysepatienten sind bereits Geschichten. 60 Teilnehmer aus Slowenien, Italien, Deutschland und Österreich waren am Hochkar am Start. Die Österr. Meister 2015 (alpin und nordisch) stehen fest.

Der Riesentorlauf stand ganz im Zeichen der Salzburger Teilnehmer. So holte sich die Salzburgerin Ulrike Semrad  den Titel bei den Damen. Sie teilte sich das Siegespodest mit der deutschen Titelverteidigerin Chantal Bausch aus Bremen (Platz 2) und der Oberösterreicherin Andrea Leitner aus Grünbach bei Freistadt (Platz 3). Bei den Herren konnte der 6fache Weltmeister Andreas Wieser seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen. Er gewann mit einem Respektabstand von 1,51 Sekunden vor den beiden Steirern Walter Rettenegger aus Weiz und  dem Rohrmoser Reinhard Stocker.

Beim Langlaufbewerb der Herren über 4km / Klassisch war ATSF-Obmann Martin Krimbacher eine Klasse für sich. Der Tiroler Vizemeister des Vorjahres gewann den Titel in überlegener Manier vor Peter Hellriegel aus Deutschland und unserem Obmann-Stellvertreter und OK-Chef der Jubiläumsveranstaltung am Hochkar Günter Bortis (Wolfpassing / NÖ).

Die Niederösterreicherin Gerti Gundinger (Eggenburg) holte sich den Titel im Alleingang. Ihre beiden Kontrahentinnen konnten leider aus gesundheitlichen Gründen nicht starten.

Nebel und schlechte Sicht am Hochkar
Konnte der Langlaufbewerb auf der Hochmoor-Loipe im Langlaufzentrum Hochreith noch bei idealen Bedingungen durchgeführt werden, so stand der Riesentorlauf auf der Draxlerloch-Piste wegen starkem Nebel und schlechter Sicht kurz vor der Absage.
Was kaum einer an diesem Tag noch für möglich hielt, schaffte das Team des Schiklubs Göstling-Hochkar mit Obmann Robert Fahrnberger an der Spitze. Dank dem großartigen Einsatz seines Teams konnte der Riesentorlauf doch noch gestartet werden. Wie bei den Speed-Bewerben im Weltcup wurde der Kurs mit blauer Lebensmittelfarbe markiert. So konnte Rennleiter Michael Tippelreither doch noch das Kommando „Start frei“ geben.

Wir Prominente Vorläufer
Mit dem ehemaligen Weltcup-Läufer Andreas Buder und Göstlings Bürgermeister Friedrich Fahrnberger waren auch 2 promiente Vorläufer am Start. Bgm. Friedrich Fahrnberger ist selbst ein begeisterter und sehr guter Schifahrer. Der ÖVP-Politiker demonstrierte zwischen den roten und blauen Toren seine hervorragende Technik. Für ihn war es eine  willkommene Ablenkung einen Tag vor der NÖ. Gemeinderatswahl.

Wir alle sind Sieger
Als der ehemalige Top-Schifahrer und  Mitglied des ÖSV-Herren-Teams (Europacup, Weltcup) Andreas Buder als 2. Vorläufer im Ziel war und grünes Licht gab, konnten sogar zur Freude aller Teilnehmer und Organisatoren beide Durchgänge durchgeführt werden. Aber die Zeiten wurden nicht wie üblich zusammengezählt, sondern die bessere Zeit der beiden Läufe kam in die Wertung. Die Stimmung unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern war trotz der schwierigen Verhältnisse hervorragend. Letztendlich waren alle glücklich darüber, unverletzt das Ziel erreicht zu haben, egal auf welchem Platz und in welcher Zeit sie die Ziellinie überquert haben. Denn alle Transplantierten hatten bereits vor dem Start den größten Sieg ihres Lebens gefeiert. Ihnen wurde durch die erfolgreiche Transplantation ein neues Leben geschenkt. Sie haben alle ihre Krankheit besiegt und können seit dem wieder ein normales Leben mit kleinen Einschränkungen führen.
Die Dialysepatienten bewiesen sehr eindrucksvoll, dass sie trotz der anstrengenden und Kräfte raubenden Dialyse Sport betreiben können. Denn wer versucht, sich fit zu halten, der kann diese enorme Belastung für Körper und Psyche besser und vor allem länger ertragen. Damit steigen ihre Chance, doch noch eine Spenderniere zu bekommen.  

Unsere Botschaft für die Öffentlichkeit
„Wir alle wollen Menschen mit einem ähnlichem Schicksal Mut machen und sie motivieren, den Kampf gegen ihre schwere Krankheit nicht aufzugeben und ihnen die Botschaft übermitteln: Es lohnt sich zu kämpfen. Solche Sportveranstaltung sind natürlich auch eine sehr gute Möglichkeit, der Bevölkerung gemeinsam zu demonstrieren, dass Menschen nach einer erfolgreichen Transplantation wieder ein ganz normales Leben führen und sogar wieder ihren Beruf ausüben können, allerdings mit kleinen Einschränkung durch die vielen Medikamente, die sie täglich einnehmen müssen, um eine Abstoßung des Spenderorgans zu verhindern“,  so ATSF-Obmann Martin Krimbacher.

Leider schaffen es in Österreich trotz der hervorragenden gesetzlichen Regelung durch das Organtransplantationsgesetz (OTPG) einige von ihnen nicht. So sterben noch immer pro Woche 2 Menschen / rund 100 pro Jahr , die bereits gelistet sind und auf ein lebensrettendes Spenderorgan hoffen. In Deutschland, die mit der Zustimmungslösung ein andere gesetzliche Regelung haben, versterben auf der Warteliste 3 Menschen pro Tag, das sind mehr als 1.000 pro Jahr. Darüber hinaus haben unsere Nachbarn ein große Problem. Die Bereitschaft der Bevölkerung, sich für die Organspende zu entscheiden, hat in den letzten Jahren dramatisch abgenommen. Dadurch werden die Wartezeiten auf ein Spenderorgan länger und viele erleben dadurch die Transplantation nicht mehr. 

Für Göstlings Bürgermeister war es einen Tag vor seiner ersten Gemeinderatswahl als Bürgermeister von Göstling ein großes Anliegen, bei beiden Bewerben als Zuschauer und Vorläufer dabei zu sein. Er war begeistert von der großartigen Stimmung unter den Teilnehmern und vor allem überrascht vom teilweise beachtlichen Können einiger Teilnehmer. „Ich habe sowohl beim Langlauf als auch beim Riesentorlauf einige  gesehen, die durchaus die Chance hätten für eine erfolgreiche Karriere als Schifahrer oder Langläufer“, so Schiclub-Obmann Robert Fahrnberger, für den diese Veranstaltung eine neue Erfahrung war.

Bei der Siegerehrung am Abend im JUFA Hochkar Sportresort war auch Bezirkshauptmann-Stellvertreter Mag. Krenhuber sehr von der großen Begeisterung beeindruckt und gratulierte allen Teilnehmern aus dem In- und Ausland zu ihren Leistungen und Platzierungen. 

Ohne der großzügigen Unterstützung von Sponsoren wäre die Durchführung unserer Jubiläumsveranstaltung am Hochkar nicht möglich gewesen. Unser Dank gilt der Raiffeisenbank Region Eisenwurzen, dem Lagerhaus Amstetten, der Fleischhauerei Moser, Bruckner´s Erzbräu und der Liftgesellschaft und dem JUFA, die uns preislich sehr entgegengekommen sind. 

Allgemeiner Tenor des großen Starterfeldes:  „Nächstes Jahr sind wir wieder dabei. Wir haben die Teilnahme trotz der schwierigen äußeren Bedingungen, verbunden oft mit einer langen Anreise, nicht bereut.  Ganz im Gegenteil, wir waren von der Gastfreundschaft, die wir während der 3 Tage erlebt haben, und von dem tollen Freizeitangebot des JUFA Hochkar Sport Resort sehr begeistert.

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ÖM ATSF Transplantierte
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